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Vom 10. bis zum 24. Juni 2026 finden die Wahlen zum Senat der Philipps-Universität statt. Aus diesem Anlass möchten wir uns Ihnen vorstellen und Sie um Ihre Stimme bitten.
WER SIND WIR?
Wir sind eine fächerübergreifende Liste und vertreten die Gruppe der Professorinnen und Professoren zurzeit mit drei von neun Sitzen im Senat.
WAS IST UNS WICHTIG?
Wir sind davon überzeugt, dass eine umfassende Beteiligung der Universitätsmitglieder an den Diskussions- und Entscheidungsprozessen eine zentrale Voraussetzung für die Wirksamkeit der Hochschulpolitik und für die Identifikation aller Beschäftigten mit unserer Philipps-Universität ist. Jedes Universitätsmitglied muss Gelegenheit haben, sich über strategische Entwicklungen zu informieren, selbst gehört zu werden und sich in Gestaltungsprozesse einzubringen. Die wesentlichen Entscheidungen müssen von den demokratisch legitimierten Gremien gefällt oder ratifiziert werden, das heißt vor allem auch von den Fachbereichsräten und vom Senat.
Den Senat verstehen wir als Gremium, das sich für die Belange der gesamten Universität und aller Fächergruppen einzusetzen hat. Entscheidungen über die Entwicklung der Philipps-Universität und die Ressourcenverteilung müssen nach klaren und transparenten Kriterien mit Blick auf die gesamte Universität getroffen werden. Angesichts der durch den Hessischen Hochschulpakt 2026–2031 bewirkten Einsparzwänge und der zu erwartenden rückläufigen Studierendenzahlen ist dies für die Zukunft der Philipps-Universität von fundamentaler Wichtigkeit.
Als Demokratische Initiative treten wir für eine offene Universität ein, die Menschen diskriminierungsfrei Bildungschancen ermöglicht, die eine aktive Gleichstellungspolitik verfolgt, und die in ihrer Ausrichtung als Volluniversität die große Vielfalt der Fächer effektiv zu nutzen und zu schützen weiß. Dazu gehören auch krisenfeste und widerstandsfähige Strukturen, die Einflussnahmen durch autoritäre Wissenschaftspolitiken verhindern können.
WOFÜR STEHEN WIR?
Die Stärkung der Philipps-Universität als Volluniversität mit ausgeprägter Fächervielfalt ist uns wichtig. Dafür braucht es hervorragende Lehr- und Forschungsbedingungen, die den spezifischen Anforderungen der Fächerkulturen und den Potentialen zur interdisziplinären Vernetzung gleichermaßen Rechnung tragen. Mit dem Kombinationsbachelor werden die kleinen Fächer und die interdisziplinäre Lehre gestärkt. Wir wünschen uns eine gute Sichtbarkeit aller Fächer, fächerübergreifende Kooperationen in Lehre und in Forschung, und eine Verwaltungsstruktur, die dieses ermöglicht und unterstützt.
Die größten Herausforderungen liegen weiterhin in der strukturellen Unterfinanzierung der Universität und in der Überbürokratisierung vieler universitärer Abläufe. Die Verwaltung der Universität sollte zuallererst eine Service-Einrichtung für die Universitätsmitglieder sein. Der Informationsfluss und die Verteilung von Zuständigkeiten zwischen zentralen und dezentralen Einheiten brauchen mehr Klarheit und Einfachheit.
An der Philipps-Universität sind zahlreiche digitale Lehr-Lernaktivitäten entwickelt worden, die Studium und Lehre bereichern. Gleichzeitig ist deutlich geworden, dass digitale Lehr-Lernkonzepte auf heterogene Voraussetzungen treffen und Chancenungleichheit mitunter sogar verschärfen. Deshalb ist für eine zukunftsorientierte Universität eine professionelle Digitalisierung insbesondere der Lehre wichtig. Wir wollen eine universitäre Digitalisierungsstrategie voranbringen, die Gerechtigkeitsaspekte und Barrierefreiheit in hohem Maße berücksichtigt, die Erfahrungen der Lehrenden und der Studierenden sorgfältig evaluiert und kritisch diskutiert, und die sowohl das Lernen anhand von Best Practices ermöglicht als auch Fehler toleriert.
Die Universität ist dem Prinzip der Chancengleichheit verpflichtet. Nach wie vor übernehmen vornehmlich Frauen Aufgaben der häuslichen Betreuung und der Pflegeverantwortung. Zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft sowie für emanzipatorische Modelle und Vorbilder ist es zentral, tragfähige Strukturen zu schaffen, die zu einem Abbau von Ungleichheit beitragen.
Wir stellen uns entschieden gegen hochschulpolitische Entwicklungen, die zu einer Entdemokratisierung und Hierarchisierung hochschulinterner Entscheidungsstrukturen führen. Die Demokratische Initiative setzt sich in ihrer Senatsarbeit auch weiterhin dafür ein, dass die Universität von demokratischen Entscheidungen, Partizipation, Kooperation, Dezentralität und professionellen Abläufen geprägt ist. Sie begleitet die Exzellenzinitiative und deren potenzielle Auswirkungen kritisch-konstruktiv.
WIE SETZT SICH DIE DEMOKRATISCHE INITIATIVE ZUSAMMEN?
Die Demokratische Initiative trifft sich regelmäßig jeweils am Dienstag um 18:15 Uhr vor den Senatssitzungen. Wenn Sie sich für die Arbeit der Demokratischen Initiative interessieren oder sich selbst engagieren möchten, sprechen Sie einfach eines unserer Listenmitglieder an. Sie sind herzlich willkommen!
WER SIND UNSERE KANDIDATINNEN UND KANDIDATEN?
Mitglieder der Demokratischen Initiative sind derzeit: Kathleen Otto (FB 04), Lukas Bormann (FB 05), Inken Schmidt-Voges (FB 06), Elisabeth Schulte (FB 02), Hubert Zimmermann (FB 03), Stefanie Bock (FB 01), Dennis Pausch (FB 10), Thorsten Bonacker (FB 03), Yaliz Akbaba (FB 21), Malte Hagener (FB 09), Ursula Birsl (FB 03), Hanna Christiansen (FB 04), Felix Teichner (FB 06), Oliver Eberl (FB 03), Maike Schult (FB 05), Friederike Pannewick (FB 10), Sven Opitz (FB 03)
Wir freuen uns über Ihre Stimme bei der Senatswahl 2026!
Stellvertretend für die Demokratische Initiative:
Kathleen Otto & Lukas Bormann