28.05.2026 Neuer Sammelband in der Reihe "Politiken der Sicherheit" erschienen
Mit dem Sammelband Gebändigte Unsicherheit. Mediale Inszenierungen von Polizei und Verbrechen im 20. und 21. Jahrhundert, herausgegeben von Martin Göllnitz und Sabine Mecking, ist der 16. Band der Schriftenreihe Politiken der Sicherheit / Politics of Security im Nomos Verlag erschienen.
Kaum eine gesellschaftliche Institution ist medial so präsent wie die Polizei. Ob als „Freund und Helfer“, als kompromisslose Ermittlerin, als korrupter Beamter oder als Beschützerin in Krisenzeiten – Polizeifiguren prägen seit Jahrzehnten literarische, filmische und journalistische Darstellungen. Entsprechend beeinflussen sie auch gesellschaftliche Vorstellungen von Sicherheit, Ordnung und Kriminalität.
Der Sammelband untersucht, wie sich Bilder von Polizei und Verbrechen seit dem frühen 20. Jahrhundert verändert haben und welche Rolle Medien bei ihrer Entstehung und Verbreitung spielen. Die Beiträge fragen danach, wie viel Wirklichkeit in medialen Polizeidarstellungen steckt, welche gesellschaftlichen Erwartungen und Ängste sich in ihnen spiegeln und wie sich die Beziehungen zwischen Polizei und Medien wechselseitig gestalten.
An der Schnittstelle von Geschichts-, Medien-, Kultur- und Sicherheitsforschung beleuchtet der Band die vielfältigen Formen, in denen Unsicherheit öffentlich verhandelt, inszeniert und bearbeitet wird. Er zeigt, dass Darstellungen von Polizei und Verbrechen weit mehr sind als bloße Unterhaltung oder Berichterstattung: Sie prägen gesellschaftliche Wahrnehmungen von Sicherheit und tragen zur Aushandlung politischer und sozialer Ordnungen bei.
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Prof. Dr. Sabine Mecking