25.05.2026 Neue Podcastfolge: Computersimulation im Notstand
Wie entstehen Pandemiemodelle eigentlich? Inwiefern können sie einen Blick in die Zukunft liefern? Und was passiert, wenn unter massivem Zeitdruck und großer Ungewissheit Wissenschaft betrieben wird? In der sechsten Folge unseres Podcasts sprechen Sarah Kirst und Il-Tschung Lim mit dem Soziologen Finn Langbein über Pandemiesimulationen und die Frage, wie sich Wissensproduktion und Notstand gegenseitig hervorbringen.
Mit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie wurden Computersimulationen zu zentralen Instrumenten politischer Entscheidungsfindung. Doch wie funktionieren solche Modelle? Was können sie leisten – und wo liegen ihre Grenzen? Gemeinsam mit Finn Langbein werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Pandemie-Modellierung und diskutieren, wie Simulationen gesellschaftliche Wirklichkeit nicht nur erfassen und abbilden, sondern aktiv mitgestalten.
Die Folge beleuchtet unter anderem, warum plötzlich Forschende aus Disziplinen wie den Neurowissenschaften oder der Verkehrsforschung an epidemiologischen Fragestellungen arbeiteten, weshalb Zeitdruck eine so entscheidende Rolle spielte und wie sich wissenschaftliche Routinen im Ausnahmezustand verändern.
Die Episode zeigt eindrucksvoll, wie eng Wissenschaft, Politik und gesellschaftliche Krisen miteinander verwoben sind – und warum Computersimulationen stets auch bestimmte Perspektiven auf mögliche Zukünfte hervorbringen.
Kontakt
Prof. Dr. Thorsten Bonacker